Archive for the ‘freizeit’ Category

Die Strasse hat mich wieder


24 Jun

Lange hat es gedauert, aber nach über 20 Jahren Abstinenz habe ich heute den Weg zurück zur Strasse wieder gefunden.

Die Geschichte

Alles hatte damals im Jahr 1982 angefangen. Mein erstes Kleinmotorrad war ein Piaggio Ciao mit umgebauter Sitzbank und natürlich einer besseren Übersetzung, damit ich auch etwas schneller (bis 55 km/h) vorwärts gekommen bin. Als mir das Moped dann geklaut wurde, war ich gar nicht erfreut. Alles Kleingeld und Erspartes zusammen gekratzt, kaufte ich meinen 2. Ciao mit entsprechender Ausrüstung. Viele Monate hatte mir mein 2. Ciao gute Dienste geleistet und auch während der Ausbildung konnte ich immer auf den Ciao zählen. Als während meiner Ausbildung mein Ciao plötzlich einen Platten hatte, wusste ich nicht ganz weiter und brachte meinen Ciao in die Motorradwerkstatt zu Heidelberger Motos. Irgendwie hatte mir niemand beigebracht, wie man einen defekten Schlauch wechselte. Als mein Ciao in der Werkstatt in Reperatur war, beobachtete ich die Mechaniker wie sie arbeiteten und stellte mir vor, ich wäre auch ein solcher Töffmech. Da ich in meiner Ausbildung nicht so viel Spass hatte, packte ich die Gelegenheit und fragte den Firmenchef ob es möglich sei, bei ihm eine Ausbildung zu machen. Nach einem spannenden Gespräch wurde mir eine Ausbildung als Fahr und Motorradmechaniker in Aussicht gestellt.

Die Ausbildung

So schmiss ich meine Ausbildung als Metalbauschlosser hin und begann eine Ausbildung als Fahr und Motorradmechaniker. 4 Jahre hatte die Ausbildung gedauert und ich hatte viel erlebt. Man muss sich vorstellen dass mein Ausbildner ein waschechter Hells Angels war. Ich muss heute rückblickend sagen, das war meine tollste Zeit. Jeden Tag um die Motorräder, Fahrräder und alle Fahrzeuge die es auf 2 Rädern gab. Ab dem 3. Lehrjahr durfte ich eine grosse Maschine mein Eigen nennen. Ich hatte mir eine Honda VF 750 erworben und in vielen Stunden die Maschine restauriert.

Natürlich hat diese Maschine meine ganze Töff-Karriere geprägt und ich hatte einige Erlebnisse und Kilometer damit verbracht. Der Motor war wirklich etwas besonderes. Der V4 Motor hatte damals das beste Drehmoment und die Technik wurde später dann von Yamaha mit dem Vmax bis heute zur Höchstform weiter entwickelt. Während meiner ganzen Ausbildung durfte ich jeden Tag mindestens eine Machine Probefahren und konnte bis zum Schluss viele Stunden auf den schönsten Motorrädern die es damals gab verbringen.

Der Abschied

Als ich nach der Ausbildung in meinem Beruf keine grossen Entwicklungsmöglichkeiten sah, kaufte ich mir noch einen Sofa-Roller um von A nach B zu kommen. Der Honda CN 250 war damals ein wendiger und flinker Roller der einiges an Kraft hatte und durch seinen Variomatik-Antrieb an der Ampel jedem anderen davon fuhr. Dann wurde es ruhiger um meine Motorräder. Der Job und die Karriere hatten mich gefordert und als dann noch die Gründung der Familie angestanden war, hatte ich wirklich keine Zeit und keine Gedanken mehr an die Motorräder.

Die Zukunft

Seit einiger Zeit hatte ich wieder Ausschau nach einem Motorrad gehalten aber leider nie das richtige Modell gefunden. Ich wollte ein Motorrad das schon etwas älter war und ich ohne grossen Probleme selber restaurieren konnte. Im Januar dieses Jahres war es dann soweit. Ich beobachtete ein geeignetes Motorrad auf einer Auktionsplattform und war der einzige Bieter. Ich hatte dann auch den Zuschlag bekommen und war ab sofort Besitzer meiner neuen Yamaha FJ 1200 mit Jahrgang 1987. Eine tolle Maschine die ich da erworben hatte und ab sofort in vielen Stunden in der Werkstatt revidiert wurde. Nach einigen technischen Überprüfungen wie Revisionen konnte ich nun heute eine erste grosse Testfahrt ins Appenzellerland unternehmen. Ich muss sagen, die FJ 1200 ist wirklich ein stabiles und leicht zu lenkendes Motorrad mit hervorragenden Touring-Eigenschaften.

Die Strasse hat mich wieder. Ich werde nun wieder vermehrt Touren machen und mich dem Hobby Motorradfahren widmen. Einen Tankrucksack habe ich schon und als nächste Anschaffung stehen dann Seitenkoffer und die Bekleidung meiner Frau an. Zusammen fahren ist doch viel schöner.

Spuren im Schnee


05 Feb

Es ist kalt geworden in unserer Gegend. Am Wochenende musste mein fahrbarer Untersatz bei minus 14 Grad anspringen. Beim schönsten Wetter und zu ertragenden Temperaturen war ich heute auf Spurensuche. Wenn der Schnee liegt dann kann man wunderbar sehen wer oder was da sich so bewegt hat. Als ich vor einiger Zeit in unserer Gegend auf die Spuren von Biber gestossen bin, wollte ich wissen ob ich die Spuren der Tiere auch in diesen kalten Tagen finden würde. Bei den Bäumen die von den Bibern bearbeitet wurden fand ich dann die besagten Spuren. So wie es aussieht ist da ein einzelner Biber in den letzten Tagen vorbeigekommen.

Etwas weiter weg fanden sich dann noch weitere Spuren. So habe ich wieder einmal meinen Geocache kontrolliert und siehe da, jemand hat den Cache gesucht, das kann man sehr gut an den Fuss-Abdrücken erkennen. Es gibt auch Spuren von fliegenden Tieren.

Die Biber sind da


22 Jan

Auf meinem heutigen Streiffzug durch die Natur ist mir an der Töss aufgefallen, dass einige Bäume geknickt in den Fluss ragten. Das ist ja eigentlich immer ein Zeichen dass entweder ein Sturm (die Gisela) oder ein Biber am Werk waren. In diesem Fall war es ein Biber. wie man auf den Fotos leicht erkennen kann, hat der Biber (oder auch mehrere Biber) versucht die Bäume zu fällen um sie dann später ab zu transportieren. Welche Biberart im Moment da am Werk sind kann ich nicht sagen, da weit und breit kein solcher Nager zu sehen war.

Laut der Biber-Bestandeserhebung Zürich 2007/2008 sind die Biber auch an der Töss unterwegs.

Seilpark Atzmännig


10 Aug

Heute haben wir ein weiteres mal einen Seilpark besucht, Atzmännig bei Golgingen SG. Die Anfahrt geht mit dem öffentlichen Verkehr ganz gut. Am Mittwoch Nachmittag und am Wochenende noch besser da die Busse dann direkt bis zur Talstation fahren.

Am Seilpark angekommen kann man dann an der Kasse “einchecken”. Gegen eine Bezahlung bekommt man dann seine Ausrüstung. Zur Ausrüstung gehört ein Klettergurt, Helm und Handschuhe. Wer meint er könne auf die Handschuhe verzichten der sollte es besser lassen. Viele Aufgaben im Parcour sind doch immer wieder an den Seilen selber und da ist man dann froh wenn man die Handschuhe dabei hat. Die Sicherung ist eine einfache 2er Karabiner-Sicherung. Zusätzlich hat man noch einen Rollenschlitten für die Überfahrten.

Der Parcour ist vollständig im Wald angelegt. Es gibt verschiedene Stufen. Für die ganz kleinen sind 2 Touren eingerichtet A und B. Diese sind einfach und sicher zu bewältigen. Die einfachen Strecken 1 und 2 sind gute Aufgaben für Anfänger. Man kann sie auch gut für eine Aufwärmrunde verwenden. Die Strecken 3, 4, 5 und 6 sind die eigentlichen Kletterstrecken. Für die Überflieger ist die Strecke 5 zu empfehlen. Diese hat die grössten Überfahrten und macht richtig Spass. Als schwierigste Strecke ist die Nummer 7. Leider hat uns die Zeit und Kraft dazu nicht gereicht. Macht nichts, wir kommen nocheinmal und dann auf die 7.

Unmittelbar in der Nähe kann man sich dann auch verpflegen. Beim Seilpark hat es eine kleine Ski-Hütte (Jassteppich vorhanden). Im weiteren kann man sich dann auch bei der Talstation Atzmännig am Kiosk verpflegen.

Fazit: Dieser Park ist abwechlungsreich und mittelschwer.

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